Crossfit oder Bodybuilding für den Muskelaufbau: Welche Methode ist effektiver?

By | August 4, 2014

Um gezielt Muskel aufzubauen, ist Bodybuilding seit Jahren das Maß aller Dinge. CrossFit dagegen ist eine relativ junge Sportart, die als attraktiver Trend aus Amerika kommt und erst seit einigen Jahren den Fuß in Europa fasst. Mit beiden Methoden lassen sich Muskeln aufbauen, doch welches Trainingskonzept bringt im Endeffekt mehr?

Crossfit ist viel intensiver als Bodybuilding

Crossfit ist im Gegensatz zu Bodybuilding um Einiges vielseitiger als Bodybuilding. Durch Crossfit wird auch Ausdauer, Balance, Koordination, Schnelligkeit und Kraft trainiert, wobei bei Bodybuilding vor allem die Hypertrophie der Muskeln im Vordergrund steht. Eine klassische Crossfit-Einheit ist äußerst kraftraubend und verlangt viel von den Sportlern ab, da die Übungsintensität extrem hoch ist. Allerdings ist diese Sportart nicht nur an durchtrainierte Fitnessprofis adressiert, weil die Trainingsintensität an jedes Leistungsniveau beliebig angepasst werden darf. Um zu wissen, welche Methode mehr bringt, muss man sich erst fragen, was man mit seinem Training bezwecken will. Wenn man ausdrücklich auf einen massiven Körper fixiert ist, eignet sich die Bodybuilding-Methode dafür besser als Crossfit. Allerdings handelt es sich bei Crossfit um eine ganzheitliche Trainingsmethode, die dem Körper neben reinem Muskelaufbau auch andere positive Aspekte mitbringt.

Crossfit ist nämlich eine sogenannte funktionelle Trainingsmethode, bei der man extrem gefordert wird, um ein außergewöhnliches hohes Leistungsvermögen aufzubauen. Das bringt ein reines Muskelaufbautraining nicht. Ein Crossfit-Work-out besteht aus Grundübungen wie Bankdrücken, Kniebeugen, Klimmzüge, Kreuzheben und Schulterdrücken, die auch beim Muskelaufbautraining eine Pflicht sind. Da Crossfit kompakte Trainingszeiten vorsieht, verzichtet man dabei ganz auf Übungen, die einzelne Muskeln isoliert ansprechen. Der Vorteil der Grundübungen liegt vor allem darin, dass sie den Körper auf eine natürliche Weise ansprechen. Die Bewegungen sind nicht so einseitig belastbar wie bei Isolationsübungen bei Bodybuilding, die aufgrund der Art und Weise der Übungen zu Verletzungen im Gelenkbereich führen können. Zu guter Letzt wird bei Ganzkörperübungen verstärkt das „Wachstumshormon“ ausgeschüttet, das den Muskelaufbau unterstützt und die Fettverbrennung beschleunigt.

Durch WOD zu Höchstleistung

Der Begriff WOD steht für “Workout of the Day” und gibt an, welche Übungen beziehungsweise Übungsreihenfolge an einem konkreten Tag durchgeführt werden sollen. Es handelt sich dabei um mehrere Übungen, die wie bei einem Zirkeltraining nacheinander absolviert werden müssen. Die Trainingsintensität wird dabei entweder durch eine vorher festgesetzte Zeit oder durch die Rundenzahl vorgegeben. Somit dauert eine Trainingseinheit in der Regel zwischen fünf und 30 Minuten und ist von dem Leistungsvermögen des Übenden bestimmt. Trainiert wird ohne vorgegebene Pausen zwischen den einzelnen Sätzen oder Runden, außer bei Maximalkraft-WOD, bei dem man sich so lange Pausen gönnen kann, wie man braucht. Eine WOD sollte wegen der sehr hohen Trainingsintensitäten nicht länger als 30 Minuten dauern, weil sonst die Gefahr des Übertrainings droht.

Fazit

Ob Bodybuilding oder Crossfit: Bei beiden Trainingsmethoden sind hohe Dosis Selbstdisziplin und Motivation gefragt, man muss beharrlich auf sein Ziel zusteuern und geduldig seine Trainingsvorgaben erfüllen. Im Endeffekt hängt die Entscheidung von persönlichen Bedürfnissen und Vorstellungen des Athleten ab. Wenn man „nur“ einen wohlgeformten und muskelbepackten Körper haben will, sollte man sich dem Bodybuilding widmen. Wer dagegen mehr Wert auf ganzheitliche Fitness auf einem extrem hohen Level steht, kommt am Crossfit nicht vorbei.

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